Von Marco Pawlowski · Zuletzt geprüft am 30.07.2026
Sämtliche Unterlagen für eine Wohnungsbesichtigung im Hinterkopf zu haben kann schnell unübersichtlich werden - da wäre eine Checkliste für die Wohnungsbesichtigung durchaus praktisch. Im schlimmsten Fall vergisst man nämlich ein wichtiges Dokument und verzögert durch das Nachreichen den gesamten Bewerbungsprozess. Da es bei der Wohnungssuche auch auf Geschwindigkeit ankommt, kann eine solche Verzögerung im schlimmsten Fall bereits das Aus für die Traumwohnung bedeuten – denn die Konkurrenz schläft nicht.
Wir haben dir daher eine Checkliste zusammengestellt, die dir alle relevanten Unterlagen für die Wohnungsbesichtigung bequem auflistet. Zusätzlich haben wir noch einige Tipps eingestreut, die dir bei der Wahl der für dich relevanten Unterlagen weiterhelfen und dir Hintergrundinfos zu einigen der Dokumente liefern sollen.
Das Wichtigste in Kürze
- Nimm Zollstock, Smartphone und eine Begleitperson mit – zu zweit sieht man mehr.
- Besichtige tagsüber und werktags: Mängel, Lärm und Lichtverhältnisse zeigen sich nur bei Tageslicht.
- Prüfe Fenster, Heizung, Feuchtigkeit, Steckdosen und Wasserdruck – die häufigsten versteckten Mängel.
- Kläre vorab die Nebenkosten, Kaution und Kündigungsfristen.
- Halte deine Unterlagen komplett bereit – wer sie direkt vorlegt, ist der Konkurrenz einen Schritt voraus.
Unser Tipp: die meisten Vermieter verlangen eine Bonitäts-Auskunft. Lade dir in nur 2 Minuten deinen Bonitätsnachweis von itsmydata herunter.
Vorbereitung: Was du vor der Wohnungsbesichtigung erledigst
Eine Wohnungsbesichtigung dauert oft nur 15 Minuten. Wer unvorbereitet kommt, übersieht Mängel und verliert die Wohnung an besser organisierte Bewerber. Vereinbare den Termin möglichst werktags bei Tageslicht und plane genug Zeit ein, um dir die Wohnung in Ruhe anzusehen.
Das solltest du dabeihaben:
- Personalausweis oder Reisepass
- Deine vollständigen Bewerbungsunterlagen (siehe Checkliste weiter unten)
- Zollstock oder Laser-Entfernungsmesser, um Räume und Möbel auszumessen
- Smartphone für Fotos und Notizen – frage den Vermieter vorher um Erlaubnis
- Stift und Notizzettel für Mängel und Fragen
- Eine Begleitperson, die mit einem zweiten Blick auf die Wohnung schaut
Checkliste Wohnungsbesichtigung: Worauf solltest du achten?
Die folgende Checkliste für die Wohnungsbesichtigung führt dich Punkt für Punkt durch den Termin. Hake sie am besten direkt vor Ort ab.
Lage und Umgebung
- Wie laut ist die Straße zu unterschiedlichen Tageszeiten?
- Wie weit sind Bus, Bahn, Supermarkt, Ärzte, Schulen und Kitas entfernt?
- Gibt es Parkplätze oder einen Stellplatz?
- Wie gepflegt sind Fassade, Hausflur und Eingangsbereich?
Zustand der Wohnung
- Sind Böden, Wände und Decken unbeschädigt?
- Lassen sich Fenster und Türen leicht öffnen und dicht schließen?
- Sind genügend Steckdosen und Lichtauslässe vorhanden?
- Funktionieren Klingel und Sprechanlage?
- Passen deine Möbel in die Räume? (Jetzt nachmessen.)
Bad, Küche und Technik
- Wie ist der Wasserdruck, und wie schnell wird das Wasser warm?
- Gibt es ein Fenster oder eine funktionierende Lüftung im Bad?
- Ist ein Anschluss für Waschmaschine und Trockner vorhanden?
- Bleibt eine Einbauküche in der Wohnung – und zu welchen Bedingungen?
- Sind Internet- und TV-Anschluss vorhanden?
Heizung, Fenster und Nebenkosten
- Welche Heizungsart gibt es, und wie alt ist die Anlage?
- Sind die Fenster doppelt oder dreifach verglast?
- Wie hoch waren die Nebenkosten in den letzten Jahren tatsächlich?
- Liegt ein aktueller Energieausweis vor?
Feuchtigkeit und Schimmel
- Riecht es in Ecken, Bad oder Keller muffig?
- Gibt es dunkle Flecken an Wänden, Fensterlaibungen oder hinter Möbeln?
- Sind Silikonfugen im Bad verfärbt?
- Halte jeden Mangel schriftlich und mit Foto fest – das schützt dich später beim Wohnungsübergabeprotokoll.
Die 10 wichtigsten Fragen an den Vermieter
- Warum ist die Wohnung frei geworden?
- Wie hoch sind die Nebenkosten, und was ist darin enthalten?
- Wie hoch ist die Kaution, und ist Ratenzahlung möglich?
- Wann wurde zuletzt renoviert oder modernisiert?
- Sind Renovierungen oder Sanierungen geplant?
- Wer wohnt im Haus, und wie ist die Nachbarschaft?
- Gibt es eine Hausordnung mit besonderen Regeln?
- Sind Haustiere erlaubt?
- Ab wann ist die Wohnung frei, und wie lange ist die Kündigungsfrist?
- Welche Unterlagen brauchst du von mir, und bis wann?
Welche Unterlagen brauche ich für die Wohnungsbesichtigung?
Für eine perfekte Vorbereitung auf die Wohnungssuche empfiehlt es sich, vorab in Erfahrung zu bringen, welche Dokumente tatsächlich benötigt werden. Der Nachweis deiner Identität sowie ausreichender finanzieller Mittel stehen dabei immer im Vordergrund. Welche Unterlagen bei der Wohnungsbesichtigung genau verlangt werden, kann von Vermieter zu Vermieter unterschiedlich sein. Generell ist es jedoch empfehlenswert, die Unterlagen folgender Checkliste für die Wohnungssuche griffbereit zu haben:
1. Ein gültiger Lichtbildausweis (z.B. Reisepass, Personalausweis oder Führerschein).
2. Eine Mieterselbstauskunft.
3. Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate.
4. Kontoauszüge der letzten drei Monate.
5. Ein Nachweis über eine ausreichende Zahlungsfähigkeit, eine sog. Bonitätsauskunft.
6. Ein Nachweis über eine ausreichende Haftpflichtversicherung.
7. Eine Referenz des Vermieters deiner aktuellen Wohnung.
8. Ein Nachweis über eine ausreichende Einkommens- oder Vermögensabsicherung.
9. Nachweise über aktuelle Arbeits- oder Schulbescheinigungen.
10. Ggf. eine Mietbürgschaft.
Damit dir deine Traumwohnung nicht entgeht, solltest du deine Vorbereitung für die Wohnungssuche immer nach dieser Liste strukturieren. Kläre im besten Fall im Vorfeld bereits ab, welche Unterlagen du zur Wohnungsbesichtigung mitbringen sollst. Als nächstes sehen wir uns einige der in der Checkliste erwähnten Unterlagen etwas genauer an. Was hat es beispielweise mit der Bonitätsauskunft auf sich?
Was ist eine Bonitätsauskunft?
Eine Bonitätsauskunft ist ein Dokument, das Aufschluss über die Zahlungsfähigkeit und das Zahlungsverhalten einer Person gibt. Es wird häufig von Banken, Kreditgebern oder Unternehmen angefordert, bevor sie einen Kredit oder ein Darlehen gewähren. Die Bonitätsauskunft enthält Informationen über die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers, einschließlich seines Einkommens, seines Kredit-Score, seiner Kredithistorie und seines Vermögens. Dieser Nachweis wird jedoch auch von Vermietern verlangt, um zu prüfen, ob der Mietinteressent sich die jeweilige Wohnung überhaupt leisten kann. Somit handelt es sich dabei um eine essenzielle Unterlage und gehört definitiv auf jede Checkliste für eine Wohnungsbesichtigung.
Manchmal wird jedoch fälschlicherweise von Mietinteressenten die gesamte Selbstauskunft vorgezeigt. Diese enthält jedoch neben den vom Vermieter benötigten Informationen zur Zahlungsfähigkeit noch viele weitere Daten, die als sensibel einzustufen sind. Um diese sensiblen Daten zu schützen, erfordert es eine spezielle Bonitätsauskunft, aber gibt es eine solche überhaupt?
Na klar, von uns! Schau dir unseren BonitätsPass mal an und erhöhe die Chancen auf deine Traumwohnung.
Haftpflichtversicherung für die Wohnungsbesichtigung
Eine Haftpflichtversicherung für die Wohnungssuche ist eine Art Versicherung, die Personen vor finanziellen Verlusten schützt, die aus Schäden oder Verletzungen resultieren, die von Mietern oder Besuchern auf dem Grundstück bzw. in der Wohnung verursacht wurden. Diese Versicherung kann auch vor Schäden schützen, die aus der Nutzung des Eigentums des Vermieters durch den Mieter resultieren, wie beispielsweise Schäden an der Einrichtung oder dem Mobiliar. Diese Versicherung ist besonders nützlich, wenn man eine Wohnung mietet, da sie den Vermieter vor unerwarteten finanziellen Verlusten schützt, die durch Besucher oder Mieter verursacht wurden.
Solltest du noch keine Haftpflichtversicherung besitzen, wird oftmals im Zuge der Wohnungsübergabe eine solche abgeschlossen. Dies lässt sich im Vorfeld aber leicht mit dem Vermieter abklären. Daher ist diese Unterlage ein Wackelkandidat auf unserer Checkliste für die Wohnungsbesichtigung.
Warum enthält die Checkliste zur Wohnungsbesichtigung eine Referenz des Vermieters?
In einigen Fällen kann der Vermieter eine Referenz deines vorangegangenen Vermieters verlangen, um sich zusätzlich abzusichern. Oft wird in diesem Zusammenhang eine sogenannte Mietschuldenfreiheitsbescheinigung ins Spiel gebracht. Diese soll aufzeigen, dass du frei von Mietschulden bist und deine Miete in der Vergangenheit immer pünktlich bezahlt hast.
Auch dieses Dokument ist jedoch nicht zwingend Bestandteil einer Checkliste für die Wohnungsbesichtigung, da es rein rechtlich gesehen keine Verpflichtung seitens des Vermieters gibt, eine solche Bescheinigung auszustellen.
Nach der Besichtigung: So sicherst du dir die Wohnung
Melde dich am selben Tag beim Vermieter und schicke deine vollständigen Unterlagen als eine PDF-Datei. Wer als Erster ein sauberes, komplettes Bewerbungspaket liefert, wird deutlich häufiger eingeladen.
Genau dafür gibt es die MieterMappe von itsmydata: Sie bündelt Mieterselbstauskunft, Bonitätsnachweis und deine Nachweise in einem verifizierten, digitalen Dokument – fertig zum Versenden.
Nach dem Mietvertrag relevant: Wohnungsgeberbestätigung · Mietvertrag · Kündigung Mietvertrag
Die richtige Mappe zur Wohnungsbesichtigung
Wer die Unterlagen zur Wohnungsbesichtigung lose im Rucksack hat, verliert Zeit und Aufmerksamkeit. Eine vorbereitete Mappe zur Wohnungsbesichtigung enthält alles in fester Reihenfolge: Kurzprofil, Einkommensnachweise, Mieterselbstauskunft, Mietschuldenfreiheitsbescheinigung und Bonitätsnachweis. So kannst du dem Vermieter direkt vor Ort einen vollständigen Satz übergeben, statt Unterlagen nachzureichen. Digital geht das mit der MieterMappe: Du legst deine Dokumente einmal an und teilst sie per Link – geprüft, vollständig und in wenigen Sekunden.
Häufige Fragen zur Wohnungsbesichtigung (FAQ)
Worauf sollte ich bei einer Wohnungsbesichtigung besonders achten?
Achte vor allem auf Feuchtigkeit und Schimmel, den Zustand von Fenstern und Heizung, die Zahl der Steckdosen, den Wasserdruck sowie die Lärmbelastung in der Umgebung. Prüfe die Wohnung bei Tageslicht und halte Mängel mit Fotos fest.
Welche Unterlagen muss ich zur Wohnungsbesichtigung mitbringen?
Üblich sind Personalausweis, Mieterselbstauskunft, Einkommensnachweise der letzten drei Monate und ein Bonitätsnachweis. Je nach Vermieter kommen eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung oder ein Nachweis der Haftpflichtversicherung dazu.
Wie lange dauert eine Wohnungsbesichtigung?
Einzeltermine dauern meist 15 bis 30 Minuten, Sammelbesichtigungen oft nur 10 Minuten. Bereite deine Fragen deshalb vorher schriftlich vor.
Darf ich bei der Wohnungsbesichtigung Fotos machen?
Nur mit Zustimmung des Vermieters oder Maklers. Frage kurz nach – in der Regel ist es kein Problem, solange keine fremden Personen oder Möbel abgebildet werden.
Welche Fragen darf mir der Vermieter bei der Besichtigung nicht stellen?
Fragen nach Schwangerschaft, Familienplanung, Religion, Parteizugehörigkeit oder Gesundheitszustand sind unzulässig. Zulässig sind Fragen zu Einkommen, Beruf und Zahl der einziehenden Personen.
Wie hebe ich mich bei einer Wohnungsbesichtigung von anderen Bewerbern ab?
Erscheine pünktlich, tritt freundlich und vorbereitet auf und übergib deine vollständigen Unterlagen direkt im Anschluss – idealerweise digital gebündelt in einer MieterMappe.




