Erfahren Sie, wie Sie dank Datenportabilität Ihre Daten einfach übertragen. Nutzen Sie Ihre Nutzerrechte für mehr Kontrolle über Ihre Informationen.
Von Dr. Michael Giese · Zuletzt geprüft am 20.07.2026
Für datenportabilität zählt vor allem, dass die wichtigsten Nachweise vollständig, aktuell und nachvollziehbar vorbereitet sind.
Aktualisiert am 14. Mai 2026
Wenn du einen Vertrag mit einem Unternehmen schließt oder dich auf einer Online-Plattform anmeldest, teilst du deine persönlichen Daten. Bisher war es oft schwer, diese Informationen mitzunehmen. Um die Souveränität der Nutzer zu stärken, ermöglicht die Datenportabilität nach Art. 20 DSGVO heute den einfachen Datenumzug.
Damit standest du bisher in einer gewissen Abhängigkeit gegenüber den Unternehmen. Um dieses Problem zu lösen, wurde mit der Reform der Datenschutzgrundverordnung das Recht auf Datenübertragbarkeit eingeführt. Die Details zur Umsetzung werden regelmäßig durch das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht und andere Aufsichtsbehörden konkretisiert.
Was ist das Recht auf Datenportabilität?
Nach Art. 20 DSGVO bist du berechtigt, deine personenbezogenen Daten in einem „strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten“. Das Ziel ist es, die informationelle Selbstbestimmung zu stärken und den Wettbewerb zu fördern.
Die wichtigsten Aspekte der Datenübertragbarkeit sind:
- Format: Erhalt in CSV, JSON oder XML.
- Direktübertragung: Übermittlung von einem Anbieter zum anderen, sofern technisch machbar.
- Kontrolle: Vermeidung von „Lock-In Effekten“, bei denen man aus Aufwandsgründen beim alten Anbieter bleibt.
| Aspekt | Detail |
|---|---|
| Gesetzliche Basis | Art. 20 DSGVO |
| Kosten | Grundsätzlich kostenlos |
| Verfügbare Formate | JSON, CSV, XML, PDF |
| Voraussetzung | Automatisierte Verarbeitung |
Wann kann ich die Datenportabilität geltend machen?
Es gibt Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit das Recht auf Datenportabilität ausgeübt werden kann. Zum einen muss es sich um personenbezogene Daten handeln, die du selbst bereitgestellt hast. Die Verarbeitung muss zudem auf einer Einwilligung oder einem Vertrag basieren und automatisiert erfolgen.
Für Unternehmen bedeutet das, dass sie Prozesse vorhalten müssen, um diese Daten zeitnah auszuhändigen. Ein Nachteil für Anbieter ist der mögliche Verlust von Kunden an die Konkurrenz, was jedoch den freien Markt belebt.
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Herausforderungen bei der Datenübertragbarkeit
In der Theorie klingen die Vorteile gut, in der Praxis existieren jedoch technische Hürden. Viele Unternehmen nutzen unterschiedliche Standards, was die Interoperabilität erschwert. Zudem sind in der DSGVO keine spezifischen technischen Standards festgeschrieben, weshalb die das Thema oft noch manuelle Nacharbeit erfordert.
Dennoch ist dieses Recht ein Meilenstein für den Datenschutz im Jahr 2026. Es sorgt dafür, dass die Hoheit über Informationen bei den Nutzern bleibt. Wer seine Rechte kennt und nutzt, profitiert von einer modernen und fairen digitalen Welt, in der die das Thema einen zentralen Baustein bildet.
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Kurz gesagt: Datenportabilität funktioniert am besten, wenn alle relevanten Nachweise vollständig, aktuell und direkt teilbar sind.
