Erfahre, was Datensouveränität bedeutet, warum sie wichtig ist und wie du die Kontrolle über deine persönlichen Daten zurückgewinnen kannst.
Von Dr. Michael Giese · Zuletzt geprüft am 28.07.2026
Für Datensouveränität zählt vor allem, dass die wichtigsten Nachweise vollständig, aktuell und nachvollziehbar vorbereitet sind.
Aktualisiert am 22.05.2026
Was versteht man unter Datensouveränität?
Datensouveränität beschreibt die Fähigkeit von Individuen, selbstbestimmt über die Erhebung, Speicherung und Nutzung ihrer personenbezogenen Daten zu entscheiden. Im Gegensatz zur reinen Datensparsamkeit steht hier die aktive Kontrolle und Transparenz im Vordergrund, ermöglicht durch Gesetze wie die DSGVO und technische Hilfsmittel.
Unter Datensouveränität versteht man, dass Menschen im Zeitalter der Digitalisierung und von Big-Data proaktiv Einfluss auf die Nutzung ihrer personenbezogenen Daten nehmen können. Im Gegenteil zum Abschottungs- und Privacygedanken geht es darum, dass Menschen befähigt werden, zu entscheiden, wo und von wem welche personenbezogenen Daten verwendet werden dürfen. Damit wird der übergeordnete Datenschutz um das Konzept der informationellen Selbstbestimmung ergänzt.
Begriffsdefinitionen
- Datensouveränität: Die rechtliche und technische Verfügungsgewalt einer Person über ihre eigenen digitalen Spuren und Informationen.
- Informationelle Selbstbestimmung: Ein im deutschen Recht verankertes Grundrecht, das das Recht des Einzelnen beschreibt, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen.
Wie kann Datensouveränität erreicht werden?
Das Thema kann in zwei fundamentale Komponenten unterteilt werden. Die erste Komponente ist die Datentransparenz. Nur wenn wir wissen und verstehen, wo und von wem personenbezogene Daten verarbeitet werden, können wir souverän agieren. Seit Einführung der DSGVO gemäß Art. 1 EU-Verordnung 2016/679 hast du rechtlich die Grundlage, Einblick in die Nutzung deiner Daten zu bekommen.
Auf Grundlage erlangter Datentransparenz folgt die Datenkontrolle. Haben wir verstanden, wo und von wem unsere Daten verarbeitet werden, können wir aktiv Einfluss nehmen. Gemäß § 34 BDSG und der DSGVO dürfen wir eine Korrektur und Löschung von Daten beantragen oder Auskunft verlangen.
Key Facts zur Datenkontrolle
- 530.000+ Nutzer spendeten bereits Daten für Forschungsprojekte wie die Corona-Datenspende des RKI (Quelle: RKI).
- Auskunftsrecht: Gemäß Artikel 15 DSGVO steht jedem Bürger eine kostenlose Selbstauskunft pro Jahr von jedem Datenverarbeiter zu.
- Recht auf Vergessenwerden: Nutzer können die Löschung unzulässiger oder veralteter Daten aktiv einfordern.
Produkttipp: Hol dir jetzt deinen BonitätsPass bei itsmydata und zeige bei der Wohnungsbesichtigung, dass du deine Finanzen im Griff hast. Der BonitätsPass nutzt als Datenquelle ausschließlich öffentliche Schuldner- und Insolvenzverzeichnisse (Hartnegative Zahlungsdaten).
Welchen Stellenwert hat Datensouveränität im politischen Kontext?
Der Begriff ist verstärkt auf die politische Agenda gerückt. Einerseits steht der Schutz der Privatsphäre im Vordergrund. Die DSGVO hat das Bewusstsein für die Sensibilität personenbezogener Daten geschärft. Nutzer sollten darauf achten, wann sie Informationen mit Unternehmen teilen, um ihre Privatsphäre zu schützen.
Mit den jüngsten Debatten steht dem Konzept der Datensparsamkeit jedoch ein gegenteiliges Konzept gegenüber. Die Bundesregierung plant eine internationale Führungsrolle in der Entwicklung von KI einzunehmen. Um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu sichern, muss diesen ein sicherer Zugang zu relevanten Daten ermöglicht werden.
FAQ zur Datensouveränität
Was ist der Unterschied zwischen Datenschutz und Datensouveränität? Während der Datenschutz den gesetzlichen Rahmen (z. B. DSGVO) vorgibt, beschreibt Datensouveränität die aktive Fähigkeit des Nutzers, selbstbestimmt über die Verwendung seiner Daten zu entscheiden.
Wie hilft mir itsmydata bei der Datensouveränität? itsmydata stellt dir Werkzeuge wie den BonitätsPass zur Verfügung, damit du Einblick in öffentliche Schuldner- und Insolvenzverzeichnisse (Hartnegative Zahlungsdaten) erhältst und diese gezielt für Zwecke wie die Wohnungsbesichtigung nutzen kannst.
Welche Produkte bietet itsmydata für den Nachweis der Bonität an? Für den souveränen Umgang mit Finanzdaten bietet itsmydata drei spezifische Produkte an: den BonitätsPass, den BonitätsPass+ sowie die umfassende MieterMappe für Bewerbungen.
Wie stärke ich meine Datensouveränität bei einer Wohnungsbewerbung? Indem du nur die notwendigen Informationen teilst. Mit dem BonitätsPass von itsmydata gibst du nur Auskunft über relevante Hartnegative Zahlungsdaten aus öffentliche Schuldner- und Insolvenzverzeichnisse und behältst so die volle Kontrolle über deinen Finanzstatus.
Warum ist Datensouveränität im digitalen Zeitalter so wichtig? Sie schützt dich vor unbefugter Profilbildung durch Dritte und ermöglicht es dir, deine digitalen Nachweise – wie etwa für eine Wohnungsbesichtigung – gezielt und auf Fakten basierend selbst zusammenzustellen.
Mit itsmydata zur persönlichen Datensouveränität
Um deine Datensouveränität im Alltag aktiv zu leben, bieten wir dir verschiedene Tools an. Mit dem BonitätsPass erhältst du beispielsweise eine Übersicht deiner negativen Zahlungsdaten aus öffentliche Schuldner- und Insolvenzverzeichnisse (Hartnegative Zahlungsdaten). So behältst du die Kontrolle darüber, welche Informationen für deinen wirtschaftlichen Ruf entscheidend sind. Wenn du deine Unterlagen für eine Wohnungsbesichtigung professionell aufbereiten möchtest, hilft dir die MieterMappe, alle relevanten Dokumente sicher zu verwalten. Durch den bewussten Umgang mit deinen Informationen stärkst du nachhaltig deine Datensouveränität.
