Was ist Digitale Souveränität? Erfahre, wie du deine Daten schützt und bei der Wohnungsbesichtigung souverän bleibst. Jetzt Kontrolle zurückgewinnen!
Von Dr. Michael Giese
Digitale Souveränität bedeutet die Fähigkeit zur Selbstbestimmung im digitalen Raum und einen unabhängigen Umgang mit Technologie. In einer vernetzten Welt ist dieser Schutz deiner Handlungsfähigkeit entscheidend, um die Kontrolle über deine persönlichen Daten zu wahren und Abhängigkeiten von großen Anbietern zu vermeiden. Rechtlich stützt sich dieser Anspruch unter anderem auf die DSGVO (EU-Verordnung 2016/679), die Bürgern weitreichende Kontrollrechte über ihre Informationen einräumt.
In Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung werden Technologien immer präsenter und dringen in alle Bereiche deines Lebens ein. Mobile Geräte wie Smartphones sind ständige Begleiter und immer mehr Alltagsaufgaben erledigst du über das Internet. Dieser Wandel findet so schnell statt, dass Politik, Rechtsprechung und Gesellschaft oft den Anschluss verlieren. Um sicherzustellen, dass die Nutzung digitaler Technologie fair bleibt, wird von Digitaler Souveränität gesprochen. Wir erklären dir, wie du die Kontrolle über deine Daten behältst.
Deine Daten, deine Entscheidung
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Was bedeutet Digitale Souveränität konkret?
Der Begriff Digitale Souveränität lässt sich leicht erklären, wenn man ihn in seinen zwei Bestandteilen betrachtet. Souveränität bedeutet die Selbstbestimmung eines Individuums, einer Gesellschaft oder eines Staates. Dies wiederum bedeutet, dass der entsprechende Akteur eigenständig und unabhängig Entscheidungen treffen kann.
Digitale Souveränität ist somit die Fähigkeit von Individuen, Unternehmen oder Staaten zur Selbstbestimmung im Umgang mit Digitalen Technologien. Dies bedeutet, dass du als Bürger – genau wie in der physischen realen Welt – möglichst alle Chancen und Risiken deiner Handlungen in der digitalen Welt abschätzen kannst. Nur so kannst du selbstbestimmt Entscheidungen treffen.
Ein wesentlicher Aspekt hierbei ist die informationelle Selbstbestimmung. Sie ist eng verknüpft mit der Technologischen Souveränität, die den souveränen Umgang mit allen Formen von Technik beschreibt.
Welche Bereiche umfasst die Digitale Souveränität?
Grundlegend hat die Digitale Souveränität zwei Ausprägungsformen. Einerseits existiert die Anbietersouveränität, welche die selbstbestimmte Herstellung und Entwicklung von digitalen Technologien beschreibt. Hierbei sollen Anbieter in keiner Weise eingeschränkt oder fremdbestimmt werden, sondern eigenständig über ihre Produkte entscheiden dürfen.
Andererseits existiert die Anwendersouveränität. Hierbei geht es um die für die eigenen Anforderungen passende, unabhängige Auswahl und Anwendung digitaler Technologien. Ein häufiges Hindernis ist der sogenannte Vendor Lock-in.
Dieser beschreibt die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern. Ein Kunde kann dabei eine digitale Lösung nicht ohne großen Aufwand wechseln. Ein Beispiel aus dem Alltag ist der Wechsel des Smartphone-Herstellers, wenn Daten und Fotos nicht einfach übertragen werden können. Dies schränkt deine Wahlmöglichkeit und den Zugriff auf faire Preise massiv ein.
Warum ist Datensouveränität ein Teil der Digitalen Souveränität?
Ein für dich persönlich sehr wichtiges Teilgebiet ist die Datensouveränität. Sie beschreibt die Selbstbestimmung eines Individuums über den Umgang mit seinen personenbezogenen Daten. Dies bedeutet die Nutzung der eigenen Daten zu verstehen, zu kontrollieren, sowie Chancen und Risiken abschätzen zu können.
Konkret bedeutet das, dass du selbst die Kontrolle haben solltest, mit wem du welche personenbezogenen Daten teilst und wie sie verwendet werden. Die DSGVO gibt dir hierfür die rechtlichen Mittel an die Hand, um eine ungewollte Verarbeitung durch Dritte zu verhindern. Dennoch haben viele Menschen im Alltag das Gefühl, die Kontrolle über ihre digitalen Spuren verloren zu haben.
So stärkst du deine Souveränität mit dem BonitätsPass
Wahrscheinlich hast du das Gefühl, die Kontrolle über deine persönlichen Daten teilweise verloren zu haben. Hier setzt itsmydata an. Wir unterstützen dich dabei, deine Digitale Souveränität praktisch auszuüben. Mit unserem Portal kannst du Auskunftsanfragen an Unternehmen stellen und deine Daten übersichtlich verwalten.
Wenn du zum Beispiel für eine Wohnungsbesichtigung einen Nachweis über deine Zahlungsfähigkeit benötigst, kannst du den BonitätsPass nutzen. Dieser basiert auf Daten aus öffentlichen Schuldner- und Insolvenzverzeichnissen (Hartnegative Zahlungsdaten). So bleibst du souverän, da du entscheidest, wem du Einblick in deine finanzielle Zuverlässigkeit gewährst, ohne unnötig viele Daten preiszugeben.
Für eine vollständige digitale Bewerbung hilft dir zudem die MieterMappe, alle relevanten Dokumente wie den BonitätsPass oder den BonitätsPass+ an einem Ort sicher zu verwalten. So bewahrst du deine digitale Unabhängigkeit gegenüber Vermietern und Konzernen gleichermaßen.
