Wenn man eine neue Wohnung mieten möchte, braucht man einige Dokumente, die man für den Vermieter vorlegen muss. Damit muss man nachweisen, dass man als Mieter für das Mietobjekt geeignet ist. Neben dem Personalausweis, dem Einkommensnachweis und dem Arbeitsvertrag, einer Mieterselbstauskunft und einer Bonitätsauskunft wie z.B. dem itsmydata Bonitätszertifikat oder der Schufa-Auskunft bzw. einem Nachweis für die Kreditwürdigkeit wollen manche Vermieter auch eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung sehen.

Mietschuldenfreiheitsbescheinigung

Aber was genau ist das für eine Bescheinigung und wie bekommt man diese? Wir klären alle offenen Fragen rund um die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung in diesem Beitrag.

Was ist eine Mitschuldenfreiheitsbescheinigung und was steht drin?

Wie der Name schon fast verrät ist die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung eine Bescheinigung, mit Hilfe derer der Mietinteressent nachweisen kann, dass er frei von Mietschulden ist und seine Miete in der Vergangenheit immer zuverlässig gezahlt hat. Meist ist diese Bescheinigung ein einfaches Dokument. Angegeben werden darin oft nur die wichtigsten Daten:

·      der Name des Mieters bzw. der Mieter

·      der Name des Vermieters

·      Informationen zum Mietobjekt

·      die Dauer des Vertrages

·      die Höhe der Mietschulden, sofern welche
angefallen sind

Wichtig ist, dass der Vermieter diese Bescheinigung unterschreibt. 

Wie bekomme ich die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung und wer stellt diese aus?

Ausgestellt wird das Dokument in der Regel von dem ehemaligen Vermieter oder der Hausverwaltung. Falls du zur Untermiete gewohnt hast, musst du dich an den Hauptmieter wenden, der den Vertrag für das Mietobjekt ursprünglich unterschrieben hat. Eine Vorlage für die Bescheinigung kannst du ganz einfach hier bei itsmydata kostenlos herunterladen und deinem ehemaligen Vermieter zum Ausfüllen vorlegen.

Habe ich ein Recht auf die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung?

In dieser Frage liegt das Problem der Mietschuldenfreiheitsbescheinigung. Denn laut eines Urteils des BGH (Bundesgerichtshof) vom 30.09.2009 – VIII ZR 238/08 ist kein Vermieter dazu verpflichtet, solch eine Bescheinigung auszustellen. Somit hast du eigentlich kein Recht auf eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung. Der Grund hierfür ist, dass Betriebskostennachzahlungen oft Monate später nach Beendigung des Mietverhältnisses geleistet werden. Der Vermieter soll demnach nicht verpflichtet werden, mit der Mietschuldenfreiheitsbescheinigung im Voraus etwas zu bestätigen, was eventuell nicht der Wahrheit entspricht. 

Was sind die Alternativen?

Nun stellt sich natürlich die Frage, wie man mit diesem Problem umgehen kann. Eine naheliegende Lösung wäre es, die Kontaktdaten des ehemaligen Vermieters an den neuen Vermieter weiterzugeben. Damit könnte der neue Vermieter ganz einfach alles nachfragen, was er wissen möchte. Aber Achtung! Damit würdest du den Datenschutz verletzen. Es handelt sich hierbei nämlich um die personenbezogenen Daten des Vermieters, welche laut der DSGVO nicht einfach so weitergegeben werden dürfen. 

Da der ehemalige Vermieter also nach Gesetz nicht dazu verpflichtet ist eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung auszustellen, sollte der neue Vermieter auch Alternativen zum Nachweis der Zahlungsfähigkeit akzeptieren. Falls du hier Probleme hast, kannst du deinen Vermieter auf das Urteil des Bundesgerichtshofs aufmerksam machen. Als Alternative kannst du Kontoauszüge und Quittungen vorlegen, die nachweisen, dass du deine Mietzahlungen regelmäßig geleistet hast. Auch eine Mieterselbstauskunft oder die SCHUFA Selbstauskunft kann hier als Alternative dienen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Vermieter keine vollständige Auskunft inklusive Scorewerten verlangen darf, sondern nur eine abgespeckte Variante. In dieser speziellen Schufa-Auskunft steht nur, ob ausschließlich positive Vertragsinformationen über den Mieter vorliegen.

Wichtig ist hierbei zu wissen, dass diese Dokumente von dem potentiellen Vermieter erst dann verlangt werden dürfen, wenn der Mietinteressent ein konkretes Interesse an dem Mietobjekt ausgesprochen hat. Erst dann hat der Vermieter ein berechtigtes Interesse an diesen Daten und darf diese einsehen und speichern. Hier gilt Art. 6 der DSGVO zur Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung. In Art. 5 der DSGVO sind zudem die Grundsätze zur Verarbeitung personenbezogener Daten geregelt.

Was mache ich aber, wenn ich zum ersten Mal miete?

Solltest du zum ersten Mal eine Wohnung bzw. ein Haus mieten, so hast du natürlich gar nicht die Möglichkeit, deinen ehemaligen Vermieter um jegliche Nachweise zu bitten. In diesem Fall ist es möglich, dass du deine Eltern um eine Bürgschaft bittest. Damit sollte das Problem in der Regel geklärt sein. 

Darf der Vermieter Geld für das Ausstellen der Mietschuldenfreiheitsbescheinigung verlangen?

Diese Frage ist rechtlich leider nicht abschließend geklärt. Jedoch spricht einiges dafür, dass der Vermieter diese Bescheinigung abrechnen darf, er ist rechtlich ja nicht dazu verpflichtet, die Bescheinigung auszufüllen. Das Dokument an sich jedoch bekommt man in der Regel kostenlos zum Download, wie auch hier bei itsmydata.

Welche weiteren Dokumente brauche ich für einen Mietvertrag?

Neben einem Nachweis über die Mietschuldenfreiheit brauchen die Vermieter meistens noch einen Nachweis über deine Kreditwürdigkeit bzw. deine Bonität und gegebenenfalls eine Mieterselbstauskunft.

Deine Kreditwürdigkeit bzw. Bonität wird in einer Prüfung ermittelt, um sich ein Bild von Dir und Deiner finanziellen Lage zu verschaffen. Anhand der Daten lässt sich abschätzen, wie zahlungsfähig Du bist. Somit schützt die Bonitätsauskunft einerseits den Vermieter davor, dass er kein Geld bekommt. Andererseits schützt sie auch den Mieter vor einer möglichen Verschuldung.

Die Bonität wird in der Regel von den Auskunfteien geprüft. Sie speichern und sammeln diverse Daten über alle Verträge, Finanzierungen und auch über eventuelle Mahnverfahren. Um nachzuweisen, dass du zahlungsfähig bist und eine gute Bonität hast, brauchst du in der Regel ein Bonitätszertifikat. Bei itsmydata kannst du dir dieses Zertifikat ganz einfach für nur 11,90€ in wenigen Minuten herunterladen. Dabei kannst du dich darauf verlassen, dass Deine Daten stets sicher und diskret behandelt werden. Der Download ist 90 Tage verfügbar und bestens vor Dritten geschützt. Darüber hinaus kannst Du ihn auch von unterwegs aus durchführen. Das itsmydata Bonitätszertifikat beinhaltet Informationen, ob Du negative Einträge hast, einen Sicherheits-QR-Code und eine direkte Gegenüberstellung der einzelnen Scores der vier genannten Auskunfteien.

Ein weiteres Dokument, welches häufig von einem Vermieter angefordert wird, ist die Mieterselbstauskunft. Dies ist eine Selbstauskunft des Mietinteressenten für den künftigen Vermieter und informiert über die private, familiäre und wirtschaftliche Situation des Mietinteressenten. Die Auskunft erfolgt schriftlich mit Hilfe eines Formulars und wird dem Vermieter nach Besichtigung der Wohnung überlassen.

Der Unterschied zur Mietschuldenfreiheitsbescheinigung ist hierbei, dass der Mietinteressent die Mieterselbstauskunft selbst ausfüllen muss, während die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung vom Vermieter ausgefüllt wird. Bei itsmydata kannst du dir auch die kostenlose PDF-Vorlage der Mieterselbstauskunft herunterladen. Damit gehst du sicher, dass du nur wirklich notwendige Angaben machst und somit deine Daten schützt.

 

Itsmydata und die Kontrolle über deine Daten

Bei itsmydata kannst du nicht nur dein persönliches Bonitätszertifikat erwerben und kostenlos eine Mieterselbstauskunft und eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung herunterladen, sondern auch die Kontrolle über deine Daten zurückbekommen. Mit einer kostenlosen Registrierung bei itsmydata kannst du dir bei über 100 Unternehmen deine persönliche Selbstauskunft anfragen. Zudem findest du im Blog viele interessante Beiträge rund um die DSGVO, deine Daten und die Bonität.

 
 
 

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